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Aquazoo-Löbbecke Museum - Otternachwuchs

Aquazoo-Löbbecke Museum - Otternachwuchs

Immer wieder ein freudiges Ereignis:
Otternachwuchs im Aquazoo

Die jungen putzigen Kurzkrallenotter beginnen mit der Erkundung des Geheges in der Tropenhalle. Hier ist ihnen die Jahreszeit egal: sie strecken die kleinen Schnäuzchen in die Höhe und schicken sich an mit seit einigen Tagen geöffneten Augen im Gehege die Steine am Wasserlauf und die Baumstämme am Boden zu erkunden.

Beschützt und umsorgt von Mutter Julischka (geboren 2004 im Zoo Budapest) und Vater August (2000 im Zoo Dortmund geboren) beginnen die kleinen Wassermarderchen nun zu lernen, sich selbst um die Nahrung zu kümmern. Zwar werden sie noch einige Monate gesäugt, aber mehr und mehr interessieren sie sich für die Fische und Würmer, Krebse und Mäuse, Insekten und auch mal pflanzliche Kost (wie Äpfel und Nüsse). Dabei wird nach Raubtiermanier eifrig um das größte Beutestück gezankt - schließlich heißt es in der Natur "nur der Stärkere überlebt". In menschlicher Obhut jedoch sorgen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger dafür, dass alle ihren Anteil abbekommen.

Mit Drohen, Fauchen und Bissen verteidigen die Elterntiere übrigens ihren Wurf. Das bedeutet für die Pflege "Sicherheitsstufe 1": Mit Beinschutz und Handschuhen werden die notwendigen Arbeiten ausgeführt. Und die Kontrolle der Jungtiere, es sind zwei männliche und zwei weibliche Tiere, erfolgt nur, wenn die übrigen Tiere "abgeschiebert" sind.

Der Aquazoo freut sich übrigens zum wiederholten Mal seit 2004 über Otternachwuchs. Das erfahrene Pärchen, das nun in der Tropenhalle lebt, wurde mehrmals bereits Eltern. Aus dem ersten Wurf von 2005 leben noch zwei Tiere in der Gruppe, ein Weibchen wurde in den Zoo Neumünster abgegeben und ein männliches Tier ist als handaufgezogener, zahmer Sonderbotschafter aller 13 Otterarten unter dem Namen "Nemo" durch zahlreiche Medienauftritte inzwischen in ganz Deutschland bekannt.

Kurzkrallenotter (Amblonyx cinereus) sind in Südostasien zu Hause und leben in Gruppen bis zu 12 und mehr Tieren an unterschiedlichen Gewässern, wo sie geschickt mit ihren "nackten" - weil mit kurzen Krallen bewehrten Fingern (Name!) - nach Wasserbewohnern tasten. Nur 90 Zentimeter lang werden die Tiere und heißen deshalb auch Zwergotter. Genauso wie ihre größeren europäischen Verwandten ist ihre Existenz durch Belastung der Gewässer, Lebensraumveränderungen, Straßenverkehr und Jagd bedroht, wobei erwähnenswert ist, dass regional die Tiere als Vertilger von schädlichen Krebsen auf überfluteten Reisfeldern oder sogar als abgerichtete Helfer beim Fischfang sich einer besonderen Beliebtheit erfreuen. Und im Düsseldorfer Aquazoo gehören sie wegen ihrer Agilität und Verspieltheit, aber auch wegen ihrem putzigen Äußeren zu den Publikumsmagneten schlechthin... (Stand: 2007)



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7. Januar 2009 | 02:23 Uhr

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