Garath
Garath, tief im Düsseldorfer Süden gelegen, war einmal ein verschlafenes Dörfchen rund um ein Schloss. Doch dann entstand der Plan, hier in hervorragender Verkehrslage eine Neue Stadt in der großen englischen New-Town-Tradition zu errichten.
Es war die Zeit der großen Zuwanderung aus dem Osten Deutschlands, die Zeit vor der Mauer. So wurde Garath in den 60er und 70er-Jahren gleichsam aus dem Boden gestampft, den Trends der Zeit folgend vorwiegend für den sozialen Wohnungsbau.
Die Wohnblöcke (anfangs wohnten fast 30.000 Menschen hier, jetzt sind es um die 21.000) stempelten den Stadtteil ab. Nicht ganz zu Recht. Nicht gewürdigt wird oft die Nähe zur der Altrhein-Auenlandschaft und der Umstand, dass die S-Bahn nur ein Dutzend Minuten bis zum Hauptbahnhof braucht und ein Autobahnanschluß mitten im Stadtzentrum liegt. Auch gute Architektur ist mit dem Kirchenzentrum von Dominikus Böhm zu besichtigen.
Beispielhaft auch die Freizeitstätte Garath, eine gefragte Bühne selbst für international renommierte Künstler, zu deren Gastpielen Zuschauer aus der ganzen Region anreisen. Das Schloss übernahm ein privater Investor, der es auch sanierte und dazu beitrug, dass hier eine bekannte Adresse für kammermusikalische Konzerte entstand.
Einiges wird nun städtebaulich korrigiert: Das Hauptzentrum wird neu gestaltet, Fassaden und Gehwege werden saniert. Der Stadtteil erfährt eine erhebliche Aufwertung.

