'Eine Welt' - Beirat
Eine Welt Arbeit lebt von ehrenamtlichem Engagement, aber gute Eine Welt Arbeit braucht auch Geld. Mittel dafür werden sowohl vom Land NRW als auch von der Stadt Düsseldorf zur Verfügung gestellt:
Entsprechend dem Runderlass des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in NRW vom 18. Juni 2004 erhielt Düsseldorf in 2005 auf Antrag ca. 0,10 Euro je Einwohner Landesmittel.
Diese Regelung löst das ehemalige "Gemeindefinanzierungsgesetz" (GFG) ab, mit dem das Land NRW seit 1996 die "kommunale Entwicklungszusammenarbeit" mit ursprünglich 0,26 Euro je Einwohner gefördert hat.
Seit 2001 unterstützt die Stadt Düsseldorf, auf Antrag der Lokalen Agenda, die Kommunale Eine-Welt-Arbeit mit zusätzlichen 5 Cent je Einwohner aus dem städtischen Haushalt.
Damit wird die ehrenamtliche Arbeit von Vereinen, privaten Initiativen, Kirchengemeinden und sonstigen lokalen Initiativen, die sich in der Entwicklungszusammenarbeit engagieren, unterstützt. Ziel ist es, bei der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Möglichkeiten und die Notwendigkeit von Entwicklungszusammenarbeit zu schaffen.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat auf der Grundlage eines Beschlusses des Haupt- und Finanzausschusses vom September 1996 zur Förderung der Entwicklungszusammenarbeit einen Beirat und eine Beiratsgeschäftsstelle eingesetzt. Dieser sogenannte "Eine-Welt" Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf entscheidet über die Vergabe der Mittel für entwicklungspolitische Arbeit in Düsseldorf.
Der Beirat besteht aus jeweils einer Vertreterin oder einem Vertreter- des Katholischen Gemeindeverbandes (Michael Hänsch, Vorsitzender)
- des Evangelischen Kirchenkreisverbandes (Peter Andersen)
- der InWEnt gGmbH (Gerd Deihle)
- der Handwerkskammer (Ulrich Brand)
- des Deutschen Gewerkschaftsbundes (Klaus Reuter)
- des Eine Welt Forums Düsseldorf e. V. (Ursula Künstermann)
- des Sozialdezernates der Landeshauptstadt Düsseldorf und
- des Umweltamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf (Dr. Werner Görtz)
Darüber hinaus gehören ihm als beratende Mitglieder an
- der Geschäftsführer des Eine Welt Forums Düsseldorf e. V. (Ladislav Ceki) sowie
- die Geschäftsstelle des Eine Welt Beirates (Dr. Susan Honerla)
- die Lokale Agenda - Umweltamt - (Ursula Keller)
Die Geschäftsstelle des Eine Welt Beirates wurde beim Eine Welt Forum Düsseldorf e. V. eingerichtet. Das Eine Welt Forum Düsseldorf e. V. ist ein Zusammenschluss von ca. 120 Gruppen, die sich in Düsseldorf für Entwicklungszusammenarbeit engagieren. Dadurch können die Erfahrungen, das Wissen und die genaue Kenntnis der entwicklungspolitischen Szene in Düsseldorf nutzbar gemacht werden. Die Geschäftsstelle bereitet die Beiratssitzungen vor, dient als Anlaufstelle für Antragsteller und rechnet die bewilligten Mittel mit den Antragstellern und der Stadt ab.
Über die Verwendung der Landesmittel sowie der städtischen Mittel wird jährlich ein Bericht erstellt.
Jährlich werden 100-200 Einzelmaßnahmen (Informationsveranstaltungen und -kampagnen, Seminare, Podiumsdiskussionen, Vorträge, Aktionswochen, aber auch Broschüren und Festivals und anderes mehr) gefördert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei den Eine Welt Tagen im Herbst mit über 100 Veranstaltungen.
Nord-Süd-Politik bedeutet nicht nur Auslandsarbeit, nicht nur Projektförderung in den Ländern des Südens oder Katastrophenhilfe. Nord-Süd-Politik - oder besser: Eine Welt-Politik - beginnt im eigenen Land. Die Menschen in Düsseldorf sollen über die Länder des Südens, über Nord-Süd-Beziehungen und -Abhängigkeiten informiert werden. Das gleiche gilt für Länder im Osten Europas und in Zentralasien. Kommunale Eine Welt Arbeit ist auch öffentlichkeitswirksame Arbeit vor Ort. Sie wirbt in der Stadt für eine Partnerschaft zwischen Nord und Süd und für die Projekte insbesondere ehrenamtlicher Gruppen.
Die Bürgerinnen und Bürger sollen davon überzeugt werden, dass Eine Welt-Politik auch ein Umsteuern und Umdenken im eigenen Land bedeutet. Die Industrieländer müssen ihre Wirtschafts- und Lebensweise überprüfen und positiv verändern, auch im Hinblick darauf, Ressourcen zu schonen. Eine Welt-Politik ist also eine globale Verpflichtung und eine Querschnittsaufgabe für alle Ebenen der Politik und der Gesellschaft.
Eine Welt-Politik in NRW setzt dort an, wo Bürgerinnen und Bürger sowie Staat und Verwaltung unmittelbar zusammentreffen - in der Kommune.
Kontaktadresse der Geschäftsstelle des "Eine-Welt" Beirates
40670 Meerbusch
- Antrag auf Förderung
- Richtlinien für die Vergabe der Mittel
Hinweis: Die Richtlinie wird zur Zeit aktualisiert! - Bericht 2007 (8,5 MB)
- Düsseldorfer - Eine Welt Tage


