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Königsallee und Hofgarten wieder vereint

Durch den Bau der Wehrhahn-Linie fallen die Straßenbahngleise auf dem Jan-Wellem-Platz weg. Damit kann das nördliche Ende der Königsallee und der gesamte Bereich im Übergang zum Hofgarten, dem Jan-Wellem-Platz, dem Schadowplatz und zum Gustaf-Gründgens-Platz neu entwickelt und gestaltet werden. Dabei wird an den historischen Stadtgrundriss angeknüpft. Dies wird insbesondere durch Anlehnung des "Kö-Bogens" an die ursprüngliche Bebauung geschehen.

Die Grafik verdeutlicht, wie Königsallee und Hofgarten wieder zusammenwachsen.
Die Grafik verdeutlicht, wie Königsallee und Hofgarten wieder zusammenwachsen. Der Jan-Wellem-Platz hat seine Funktion für den ÖPNV verloren.

Fluchtlinienplan aus dem Jahr 1905
Dieser Fluchtlinienplan aus dem Jahr 1905, hier in einer Fassung aus den 1930-er Jahren, zeigt die Kanten der früheren Bebauung entlang der Hofgartenstraße. Rot eingefärbt sind die denkbaren Baufelder des "Kö-Bogens".

Der "Kö-Bogen" erneuert eine historische Verbindung, die einst dem Krieg zum Opfer fiel. Die Königsallee wird wieder an den Hofgarten angebunden. Das Flair und die Qualitäten der Kö werden nach Norden zum Jan-Wellem-Platz weitergeführt. Auf dem Jan-Wellem-Platz und dem Schadowplatz kann man zum ersten Mal wirklich gerne verweilen.

Die Gebäudehöhe auf dem Jan-Wellem-Platz wird sich an der Höhe der angrenzenden Bauten der Königsallee orientieren. Die Kö wird fußläufig, attraktiv und ebenerdig in den Hofgarten verlängert. Dabei wird auch die Grünachse der Kö in den Hofgarten verlängert und das Element Wasser des Hofgartens - ebenfalls am historischen Vorbild orientiert - an die Kö herangeführt.

Die Promenade entlang der Landskrone wird eine großzügige Fuß- und Radwege-Verbindung, die vom Norden des Hofgartens bis zum Opernhaus reicht. Dies alles wird möglich, weil der Verkehr, der bislang über die Elberfelder Straße verläuft, unter die Erde gelegt wird.

Neue Phase des Stadtumbaus

Der Grundriss der Düsseldorfer Innenstadt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in wesentlichen Teilen neu gezogen. Markanteste Veränderung war die vollständig neu angelegte Berliner Allee, die auf dem Reißbrett der Stadtplaner als parallele Entlastungsstraße für die Königsallee erdacht worden war. Dazu gehört auch der Jan-Wellem-Platz. Er war als zentraler Straßenbahnknoten für die Düsseldorfer Innenstadt angelegt worden.

In der Phase des schnellen Wiederaufbaus nach dem Krieg wurde die nötigste Infrastruktur wiederhergestellt. Nachdem das in den 60er Jahren abgeschlossen war, folgte ein erster Stadtumbau, der das Gesicht der City neu modellierte. Prägend wirkte dabei der U-Bahn-Bau in den 70er und 80er Jahren. Letzte Baulücken - wie an der Dammstraße in der Altstadt - wurden geschlossen. Das Großprojekt des letzten Jahrhunderts, die Tieflegung der Rheinuferstraße, bescherte Düsseldorf einen enormen Schub für die Stadtgestaltung.

Städtebauliche Veränderungen und Chancen für eine weitere Verkehrsberuhigung im Herzen der Stadt bietet nun der Bau der Wehrhahn-Linie von Osten nach Süden. Gemeinsam mit dem Abriss des Tausendfüßlers kehren wir zu den Wurzeln der historischen Stadtplanung zurück und schaffen eine attraktivere Innenstadt.


Kö-Bogen
Foto von 1905 mit dem Bereich rund Königsallee, Hofgarten und späteren Jan-Wellem-Platz
Das Foto von 1905 zeigt den Abschluss der Bebauung entlang der Hofgartenstraße, sowie im Vordergrund die grüne Verbindung zwischen Königsallee und Hofgarten (links).

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20. Nov. 2008 | 09:48 Uhr

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