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Jan-Wellem-Platz mit neuer Rolle

Beschreibt man Auswärtigen den Jan-Wellem-Platz, so hat man nur einen teilweise nicht mehr genutzten Bus- und Straßenbahnhaltepunkt vor Augen. Die Bezeichnung "Platz" ist verglichen mit der hohen Qualität unserer anderen Innenstadtplätze geschmeichelt. Im "Kö-Bogen" wird dem Jan-Wellem-Platz erstmals eine Identität gegeben.

So präsentiert sich heute der Jan-Wellem-Platz
So präsentiert sich heute der Jan-Wellem-Platz.

Schon mit der Inbetriebnahme der U-Bahn im Jahr 1988 begann der Jan-Wellem-Platz einen Teil seiner Bedeutung für den Öffentlichen Personennahverkehr zu verlieren. Er entwickelte sich seitdem eher zu einem tristen, zugigen und schmuddeligen Bereich im Zentrum. Wenn die Wehrhahn-Linie fertig gestellt ist, verschwindet der Platz in völliger Bedeutungslosigkeit. Da man das weiß, plant man bereits jetzt diese Nahtstelle zwischen Kö und Hofgarten neu.

Der Jan-Wellem-Platz wird nun bebaut. Wie genau die neu zu errichtende Bebauung aussieht, steht noch nicht fest. Denn welcher Investor das Grundstück kaufen wird, um neue Arbeitsplätze zu erschaffen und bestehende zu erhalten, wird das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung zeigen.

Die Rahmenbedingungen stehen fest. Sie wurden übrigens seinerzeit mit den politischen Parteien, den Heimatvereinen, den Kö-Anliegern, Stadtplanern und Architekten vereinbart:

  • Die Grundstücksgröße beträgt 9.300 Quadratmeter, die mögliche Bruttogrundfläche 41.979 Quadratmeter.
  • Die Bauhöhe orientiert sich an den benachbarten Häusern an der Kö und darf 26 Meter nicht überschreiten.
  • Die Bauarbeiten sollen bis 2012 abgeschlossen sein.

Die Ergebnisse eines Fassadenwettbewerbs haben im vergangenen Juni eine erste Anmutung gegeben, wie z.B. Bankgebäude an dieser exponierten Stelle am Nordende der Kö aussehen könnten. Dabei stießen die Vorschläge der Architektenbüros von HPP Düsseldorf sowie BRT Hamburg auf den größten Zuspruch in der Öffentlichkeit.

Neuer Charakter des Schadowplatzes

Der Schadowplatz, der heute nur von zwei Seiten eingefasst ist, erhält durch die Bebauung des Jan-Wellem-Platzes eine nördliche Begrenzung und somit einen eindeutigen Platzcharakter. Es entsteht ein Raum mit einer neuen Aufenthaltsqualität.

Weitere Baufelder möglich

Indem man den heutigen Verkehr des Tausendfüßlers in Tunnel verlegt, ergeben sich nördlich und südlich der Tuchtinsel weitere Baufelder. Dort können gegebenenfalls Gebäude entstehen. Möglich ist das in Höhe des Gustaf-Gründgens-Platzes und in Höhe des Martin-Luther-Platzes. Bislang gibt es jedoch für solche Baufelder keine politischen Beschlüsse. Sollten diese Vorhaben konkreter werden, ist hierfür ein europaweiter städtebaulicher Wettbewerb vorgesehen.


Kö-Bogen

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20. Nov. 2008 | 19:35 Uhr

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