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Filmkultur bewahren und vermitteln

Die kleine Traumfabrik - Das Filmmuseum Düsseldorf

 Außenansicht des Düsseldorfer Filmmuseums
Außenansicht des Düsseldorfer Filmmuseums.

Auch in der Filmmuseumslandschaft hat die Landeshauptstadt eine bedeutende Funktion. Düsseldorf ist eine von nur fünf Städten in Deutschland, die über ein eigenes Ausstellungshaus in Sachen Film verfügen. Was hat Lola mit Lenin und den Cineasten zu tun? Wie tickt Kinski und sind The Misfits wirklich nicht gesellschaftsfähig? All diese Fragen werden im Filmmuseum an der Schulstraße beantwortet. Seit 1993 Jahren werden hier Zahlen, Daten, Fakten und Geschichte rund um die Streifen, die aus Träumen bestehen, geliefert. Ziel des Hauses ist es, den Film in seiner Vielseitigkeit zu bewahren, zu erforschen und zu vermitteln. Parallel zur Dauerausstellung werden verschiedene Sonderausstellungen präsentiert, die sich berühmten Schauspielern, Regisseuren, wichtigen Erfindungen oder speziellen filmkulturellen Themen widmen.

Die Geschichte des Films ins Blickfeld gerückt

Studio des Filmmuseums
Studio des Filmmuseums.

Das Düsseldorfer Filmmuseum wurde 1979 ursprünglich als Filminstitut gegründet. Seit 1993 beherbergt es neben verschiedenen Archiven, Sammlungen und einer Bibliothek auf insgesamt 2.000 Quadratmetern eine Dauerausstellung, die die facettenreiche Geschichte des Films ins Blickfeld rückt. "Die Ausstellung ist wie ein Labyrinth aufgebaut, so dass allein die Anordnung schon Möglichkeiten zur Entdeckung bietet", erläutert Matthias Knop, kommissarischer Leiter des Museums. Die dunklen Räume erinnern an einen Kinosaal. Im Scheinwerferlicht stehend, findet man Originalkostüme, Filmplakate und technische Apparaturen. Räuber Hotzenplotz, Greta Garbo und der schaurig schöne Nosferatu haben ihre Spuren hinterlassen. Modelle früherer Kinopaläste, Devotionalien und der Nachbau eines "Wanderkinos" aus der Jahrhundertwende ermöglichen das Eintauchen in eine eigene Welt, in der Träume zum Produkt werden.

Spezialprogramm für Kinder

Viele der Modelle können vom Besucher ausprobiert werden. Wie funktioniert eine "Laterna magica", und was hat es mit der heutigen Blue-Screen-Methode auf sich? Man schaut, erfährt, begreift. Insbesondere auch für Kinder und Jugendliche hat das Museum viel zu bieten. "Bei Workshops können Kinder und Jugendliche Trickfilme oder kleine Filmszenen drehen. Besonders die Kostüme und das künstliche Blut haben es den Kindern angetan. Das Genre des Horrorfilms erfreut sich besonders großer Beliebtheit", erklärt Matthias Knop.
Filmstadt Düsseldorf

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9. Januar 2009 | 04:12 Uhr

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