Der Käutner-Preis der Stadt Düsseldorf
Auszeichnung für Unterstützung der deutschen Filmkultur

Der Käutner-Preisträger 2007, Dieter Kosslick (links mit OB Joachim Erwin) beim Eintrag in das Goldene Buch der Stadt.
Der vom damaligen Leiter des Filmforums und Begründer des Filmmuseums Landeshauptstadt Düsseldorf, Klaus G. Jaeger, ins Leben gerufene Helmut-Käutner-Preis ist eine Auszeichnung der Landeshauptstadt Düsseldorf. Er wurde zur Erinnerung an den in Düsseldorf geborenen Regisseur Helmut Käutner, dessen Engagement und geistige Unabhängigkeit in einer Zeit der Unterdrückung als beispielhaft gelten können, nach ihm benannt. Außerdem ist Helmut Käutner in hohem Maße das Wiederaufleben des deutschen Films der Nachkriegszeit zuzuschreiben. Als einige seiner bedeutendsten Filme können "Des Teufels General" (1954/55), "Himmel ohne Sterne" (1955) oder "Der Hauptmann von Köpenick" (1956) genannt werden.
Seit der ersten Belobigung alle zwei Jahre, wird der Preis seit 1995 aufgrund der Entscheidung eines Preisgerichts, das aus Filmwissenschaftlern, Kritikern, einem Regisseur, Abgesandten der Filmstiftung und der Kulturpolitik besteht, vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf alle drei Jahre, und nach Möglichkeit am Geburtstag von Helmut Käutner, dem 25. März, verliehen. Die Übergabe erfolgt durch die Oberbürgermeister im Rahmen eines "öffentlichen Aktes". Die Wahl der Laudatoren bleibt den Preisträgern vorbehalten.
Ausgezeichnet werden laut Satzung "Persönlichkeiten, die durch ihr Schaffen die Entwicklung der deutschen Filmkultur nachdrücklich unterstützen und beeinflussen, ihr Verständnis gefördert und zu ihrer Anerkennung beigetragen haben". Der nicht öffentlich ausgeschriebene Preis - Bewerbungen sind ausgeschlossen - ist mit einem Geldbetrag von 10.000 Euro verbunden. Daneben erhalten die Preisträgerinnen und Preisträger eine Urkunde. Bisherige Preisträger waren unter anderem die Filmhistorikerin Lotte Eisner (1982), der Regisseur Wolfgang Staudte (1984), die Schauspielerinnen Hildegard Knef (1993) und Hannelore Hogner (2001), Filmregisseur Wim Wenders (2004) und zuletzt Dieter Kosslick, Leiter der Berliner Filmfestspiele (2007).


