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Der ISS DOME in Rath

Am 2. September offiziell eröffnet / Düsseldorf rückt an die Spitze bei Event-Locations

ISS DOME Außenansicht

Seit dem 2. September 2006 hat das Live-Entertainment in Düsseldorf einen weiteren Namen: ISS DOME. Mit einem Tag der offenen Tür, der mehr als 20.600 Menschen anlockte, öffnete die neue Multifunktionshalle an der Theodorstraße in Rath ihre Pforten. Sie bietet Platz für bis zu 13.400 Zuschauer und ist geeignet für Konzerte, Sport-Highlights und Firmen-Events. Der DOME ist die neue Spielstätte der DEG Metro Stars, die ihre alte Wirkungsstätte an der Brehmstraße für die Spiele der Eishockey-Bundesliga verlassen haben.

Mit der Eröffnung des ISS DOMES ist der Aufstieg der Landeshauptstadt an die Spitze der deutschen Eventstätten endgültig besiegelt. Rund 72 Millionen Euro investierte die Stadt Düsseldorf in Rath. Gebaut hat die Halle für die Stadt die Tochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR). Die IDR errichtete den DOME als Bauherr und verpachtet ihn an die Stadt. Betreiber ist DüsseldorfCongress Veranstaltungsgesellschaft mbH. Der Pachtvertrag läuft über 30 Jahre.

"Das ist ein weiteres Stück der Entwicklung von Düsseldorf", so Oberbürgermeister Joachim Erwin. Der ISS DOME wird nach seinen Worten exzellent über die vierspurig ausgebaute Theodorstraße an die Autobahn A 52 angebunden.

Sitzplätze in drei Rottönen

Die Sitzplätze in der Halle weisen drei unterschiedliche Rottöne auf und wechseln dabei von unten nach oben von einem helleren zu einem dunkleren rot. Die 1.800 Quadratmeter große Eisfläche lässt sich in kürzester Zeit abdecken. Die Abdeckung besteht aus 1.800 Einzelteilen. Beim Eishockey werden im Unterrang die eingebauten Sitzplätze demontiert. Dadurch entsteht Raum für rund 4.000 Stehplätze, ein ausdrücklicher Wunsch der DEG. Dieser Bereich besteht teilweise aus Teleskoptribünen, die zur Vergrößerung des Innenraums eingefahren werden können.

Schlussstein für die Hallenfamilie

Mit dem ISS DOME, so Erwin, setzt die Stadt Düsseldorf den Schlussstein für ihre Hallenfamilie und bietet künftig ein perfektes Angebot in allen Größenordnungen, das zudem noch durch die Düsseldorf Congress aus einer Hand betreut und vermittelt wird. Erwin sieht das Projekt des DOMES als weiteres Erfolgskapitel in Düsseldorf. Namensgeber für den Dome ist das Unternehmen ISS Facility Services GmbH, ein weltweit tätiger Multidienstleister.

Der ISS DOME in Rath wird eine der flexibelsten und modernsten Arenen in ganz Deutschland", so Hilmar Guckert, Geschäftsführer von Düsseldorf Congress und Hausherr der neuen Multifunktionshalle, "in nur acht Stunden lässt sich die Halle vom Konzertsaal in eine Sportstätte verwandeln."

Flair der Brehmstraße auch in Rath

Den Entwurf für den futuristischen Bau lieferte das Düsseldorfer Architekturbüro RKW, das siegreich aus einem Wettbewerb hervor gegangen war. Ausschlaggebend für die von der IDR und der Stadt einberufene Jury war die gute Raumform und die innovative und flexible Gestaltung des Innenraums. Um das Flair der bisherigen DEG-Spielstätte an der Brehmstraße aufgreifen zu können, grenzen auch in der neuen Halle die Tribünen unmittelbar an die Spielfläche. Es gibt 37 Logen mit Größen zwischen 34 und 41 Quadratmeter sowie einen Business-Bereich mit 624 Plätzen, der unabhängig von Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Bereiche für Presse, Mannschaftskabinen und Technik sind im Erdgeschoss platziert.

DEG auf dem Eis
Zum ersten Spiel der DEG Metro Stars im ISS Dome gegen die Kölner Haie am 3. September 2006 kamen 10.521 Zuschauer.

Breites Nutzungskonzept

Das Nutzungskonzept für die neue Halle sieht eine breite Palette von Möglichkeiten vor. Neben Eishockey vor allem gesellschaftliche und politische Großveranstaltungen, Hauptversammlungen, Musikveranstaltungen, Ausstellungen und Präsentationen sowie überregionale Sportveranstaltungen. Geplant sind in der neuen Location bis zu 50 Sportevents pro Jahr. Die DEG Metro Stars werden hier rund 30 Spiele pro Saison bestreiten. Die in den Innenraum fest integrierte Eisfläche lässt sich durch den Abdeckboden und die demontierbaren Banden problemlos umrüsten. So können hier neben Handballspielen und Boxwettkämpfen beispielsweise auch Reit- und Tanzturniere ausgetragen werden. Außerdem sollen im ISS DOME jährlich etwa 20 bis 30 Shows, Rock- und Popkonzerte sowie 10 bis 20 große Firmenveranstaltungen stattfinden. Pro Jahr werden rund 750.000 Besucher erwartet.

Das Tragwerk des Daches lässt die nötigen Abhänglasten für moderne Veranstaltungstechnik zu. Mit dem entsprechenden Personal- und Geräteeinsatz lässt sich die Halle in wenigen Stunden von der Eishockeyspielstätte für den Aufbau anderer Nutzungen umrüsten.

Schnelle Anbindung über die A 52

Für die Besucher der neuen Halle stehen zwei Parkbereiche zur Verfügung stehen: Ein Parkhaus mit 1.514 Plätzen (Parkgebühr: pauschal fünf Euro), das direkt neben dem Dome steht, und eine weitere Parkgelegenheit mit 422 Plätzen für VIP-Gäste direkt unter der Halle. Die Anbindung für den Individualverkehr erfolgt im Wesentlichen über die Autobahn A 52. 85 Prozent des Individualverkehrs wird nach den Prognosen der Fachleute direkt von der Autobahn kommen. Als Verbindung zur Halle wurde die Theodorstraße vierspurig ausgebaut. Die Strecke ist insgesamt rund zwei Kilometer lang. Der Ausbau der Infrastruktur kostete rund 25,5 Millionen Euro.

Plan Verkehrserschließung
Anreise zum ISS DOME: Vergrößerte Darstellungen Anreise mit dem Auto und Anreise mit Bus und Bahn.

Daneben ist für den ISS DOME eine Straßenbahnanbindung geplant. Sie wird über die Verlängerung der bestehenden Straßenbahnlinie 701 geschaffen, die von der heutigen Endhaltestelle in Rath über die Theodorstraße bis zu einer neuen Wendeschleife westlich der Straße "Am Hülserhof" verlängert werden soll. Für die 2,2 Kilometer lange Strecke wird noch ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Zunächst wird die ÖPNV-Anbindung über einen Pendelbusdienst vom Unterrather S-Bahnhof und S-Bahnhof in Rath sichergestellt. An beiden Bahnhöfen enden auch Straßenbahnlinien.

Der ISS Dome in Zahlen

  • Höhe: 36,20 Meter
  • Breite: 106 Meter
  • Länge 144 Meter (elliptischer Grundriss)
  • Grundstücksgröße: 42.775 Quadratmeter
  • Umbauter Raum: 491.000 Kubikmeter
  • Kosten: gemäß Ratsbeschluss 72 Millionen Euro inklusive Parkhaus
  • Zuschauerkapazität: 12.500 bei Standardsituation, 13.400 bei Eishockeyspielen (4000 Stehplätze), 10.700 bei Konzerten (bestuhlt), 12.000 bei Konzerten (teilbestuhlt)
  • Logen: 37 mit Platz für 380 Besucher
  • Innenraum: 1.800 Quadratmeter
  • Businessbereich: 624 Plätze
  • Parkplätze: Parkhaus 1.514, 422 in Tiefgarage
  • Dach: Alubekleidung
  • Eingangsfassaden: Glaskonstruktionen
  • Stahlkonstruktion für das Dach aus insgesamt 1.000 Tonnen Fachwerkträgern
  • 3.500 Beton-Fertigteile
  • Grundsteinlegung: 19. Mai 2005
  • Richtfest: 31. Januar 2006
  • Eröffnung: 2. September 2006

Düsseldorf: Fünf Großhallen und vier Tagungszentren

Neben dem ISS DOME bietet Düsseldorf noch zwei weitere Publikumshallen - die LTU arena für bis zu 66.000 Besucher und die Philipshalle für maximal 7.500 Personen. Alle drei Eventstätten liegen in der Hand der Betreibergesellschaft Düsseldorf Congress. Hinzu kommt noch die privat betriebene Halle "Burgwächter Castello" in Reisholz mit Platz für 3.500 Menschen. Neben den drei Publikumshallen vermarktet die Veranstaltungsgesellschaft außerdem das CCD. Congress Center Düsseldorf, das CCD. Ost, den Robert-Schumann-Saal im museum kunst palast sowie die Hallen 6 und 8 der Messe Düsseldorf und die Special-Event-Location Modul E am Flughafen. In den fünf Großhallen und vier Tagungszentren bietet DüsseldorfCongress eine Gesamtkapazität für über 127.000 Besucher und ist damit deutschlandweit der größte Location-Anbieter.



ISS DOME Veranstaltungen
Der aktuelle Kalender unter www.iss-dome.de

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20. August 2008 | 09:57 Uhr

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