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Straßennamenschilder sorgen für die richtige Orientierung

Wichtige Wegweiser zu den 2.721 Straßen in der Landeshauptstadt

Grafik Straßenschilder auf Stadtplan

Mit mehr als 54.000 Straßennamenschildern sorgt die Stadt Düsseldorf für Orientierung unter den 2.721 Straßen in der Landeshauptstadt. Dabei ist ohne Zweifel die "Königsallee" die weltweit bekannteste, Clausthal-Zellerfelder-Straße, Anna-Maria-Luisa-Medici-Platz, Carl-Friedr.-Goerdeler-Straße, Hans-Christoph-Seebohm-Straße oder auch Kay-und-Lore-Lorentz-Platz kommt hingegen der Ruhm der längsten Straßennamen zu. Anbringung und Unterhaltung der Schilder sind Sache des Amtes für Verkehrsmanagement.

Straßenschild Königsallee

So ein Straßenschild hat seinen Preis. "Jedes Schild kostet 80 Euro", weiß Nicolas Grosch vom Amt für Verkehrsmanagement zu berichten, wo das Straßennetz auch verwaltet wird. Im Haushalt der Stadt sind für den Ersatz von Straßenschildern rund 120.000 Euro und für die dazu gehörenden Rahmen rund 115.000 Euro veranschlagt.

Mehrere Straßenschilder an einem Mast

Die Entscheidung über die Benennung von Straßen treffen die jeweiligen Bezirksvertretungen. Immerhin kommen jedes Jahr in Düsseldorf ein paar neu hinzu, im Jahr 2005 waren es elf, 2004 und 2003 jeweils zwölf. Besonders zahlreiche ist die Schilderzahl bei der Bergischen Landstraße, der Kölner Landstraße oder auch der Koblenzer Straße, so Grosch, die jeweils zahlreiche Kreuzungen aufweisen und entsprechend intensiv beschildert sind.

Erläuterungen zum Hintergrund der Namensgebung

Straßenschild Carlsplatz

Wie vieles in Deutschland ist auch die Gestaltung der Straßennamenschilder gesetzlich geregelt. In der Straßenverkehrsordnung heißt es, dass die Schilder weiße Schrift auf dunklem Grund oder schwarze Schrift auf hellem Grund haben müssen. Auch für die Anbringung an Kreuzungen und Einmündungen gibt es spezielle Regelungen. 1985 hatte der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beschlossen, dass bei 100 Straßen an den Schildern erläuternde Täfelchen zum Hintergrund der Namensgebung angebracht werden.

Straßenschild Trinkausstraße mit erläuterndem Täfelchen

Regelungen über die Anbringung von Straßenschilder sind nicht neu. Erste Schilder in Düsseldorf waren aus Werksteinplatten gefertigt. 1858 heißt es in einer Polizeiverordnung: "Alle Straßen, Thore und öffentliche Plätze, Werft etc. .... der Oberbürgermeisterei Düsseldorf müssen mit Namen bezeichnet sein. Die Namen werden neun Fuß über dem Pflaster, am Anfang und am Ende einer jeden Straße und an jeder Straßenecke, wo eine Straße von einer anderen durchschnitten wird, mindestens auf einer Seite der Straße auf Werksteinen, Steinplatten oder Zinktafeln angebracht." Weiter heißt es in der Verordnung, dass die Buchstaben mindestens 2,5 Zoll hoch sein müssen. Auch sollten Schilder weiß mit schwarzer Schrift sein.

Straßenschild Carl-Friedrich Goerdeler-Straße

Wie aber Hermann Kleinfeld in seinem Buch "Düsseldorfs Straßen und ihre Benennungen von der Stadtgründung bis zur Gegenwart" berichtet, konnte auch bei frühesten Düsseldorf-Fotos kein Straßenschild entdeckt werden, das weiße Schilder zeigt. Alle präsentieren sich im heute noch bekannten Bild - schwarze Emailleschilder mit weißer Schrift.

Straßenschild aus Holz in Angermund

Wer sich in Düsseldorf dann auch einmal auf Straßen begeben will, wohin man nicht jeden Tag kommt, der kann sich dann auch einmal auf den Weg machen zum Weg nach den Hingbenden, Im Dämmergrund, In den Großen Banden, Zum Winnenberg, Zuger Weg oder zum Howeweg.

Hintergrund:

Straßenschild aus Holz in AngermundDas klassische Düsseldorfer Straßenschild besteht aus Emaille mit schwarzem Hintergrund und weißer Schrift. Ausnahmen: Unterbach mit Alu-Schildern mit aufgeklebten Buchstaben, Kalkum, Wittlaer, Zeppenheim, Hubbelrath und Knittkuhl mit weißgrundigen Schildern mit schwarzer Beschriftung und Angermund mit seinen Holzschildern - jeweils Relikte aus der Zeit vor der Eingemeindung. Die Schrift auf den Straßenschildern basiert auf der alten DIN-Norm 1451 "Fette Engschrift". Die Großbuchstaben weisen dabei eine Höhe von 95 Millimetern auf, die Schilder insgesamt sind 180 Millimeter hoch (ohne Rahmen). Die Länge der Straßenschilder reicht dabei von 400 bis 1.400 Millimeter.

Straßenschild Lise-Meitnet-StraßeEin Straßenschild hält im Schnitt zwischen 15 und 30 Jahren. Ein Schritt in Richtung verlängerter Lebensdauer wurde 1995 getan: Seitdem sind die weißen Rahmen der Schilder feuerverzinkt und pulverbeschichtet. Dabei handelt es sich um ein Lackierverfahren, bei dem die Farbe pulverartig aufgestäubt wird und dann durch Einbrennen zur einer Art Kunststofflackschicht wird. Es ist ein gängiges Verfahren, das die Haltbarkeit der Lackschicht und somit die Lebensdauer des lackierten Gegenstands deutlich erhöht.


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9. Januar 2009 | 03:34 Uhr

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