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Mit Lebensmittelkontrolleuren auf Tour (Teil 6 / 6)

Hochmoderne Analysemethoden

Die Proben, die von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen oder Kosmetika von Lebensmittelkontrolleuren genommen werden, gehen zur Abteilung Chemische und Lebensmitteluntersuchung. Ihr Stammhaus ist an der Lambertusstraße. Jährlich werden dort etwa 4.000 Proben mittels modernster Methoden untersucht. Sie werden entweder durch Lebensmittelkontrolleure oder von Verbrauchern eingereicht. Die Düsseldorfer kooperieren dabei mit dem Kreis Mettmann, das heißt, ein Teil der hier genommenen Proben wird in Mettmann untersucht und umgekehrt. Vorteil ist, dass sich die Untersuchungsämter so auf die Untersuchung bestimmter Stoffe spezialisieren können. Insgesamt untersucht die Kooperation pro Jahr rund 6.500 Proben. Ein weiterer Teil der Proben geht zur Untersuchung ans Staatliche Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld.

Blick in das Labor der Abteilung Chemische und Lebensmitteluntersuchung
Links: Stefanie Herpens-Usemann beim Ablesen einer Platte mit Bakterien. Rechts: Karsten Kohn beim Destillieren von Alkohol.

Bei den meisten Verbraucherbeschwerden handelt es sich übrigens um Lebensmittel, die auf Schimmelpilzbefall, Ungeziefer oder Fremdkörper untersucht werden. Dies führt dann zum Teil zu so unappetitlichen Nachweisen wie Mäusekot im Paniermehl, Dreckklumpen im Brot oder Maden im Hühnerschenkel.

Die Lebensmittelkontrolleure nehmen auch vorbeugend Proben im Rahmen eines so genannten Lebensmittelmonitorings. Dabei wird etwa untersucht, wie stark Lebensmittel mit unerwünschten Stoffen wie zum Beispiel Pflanzenschutzmitteln, Schwermetallen oder Mykotoxinen belastet sind. Aktuell werden zum Beispiel auch Zimtsterne auf den Cumaringehalt untersucht.

Verbotenen Farbstoffe in Lebensmitteln kommen die Lebensmittelchemiker an der Lambertusstraße ebenso auf die Spur wie zu viel Blei in Beeren und Nektar oder Billigdönern, bei denen das "Fleisch" nur aus Hackfleisch und Stärke besteht. Oft gilt es auch, die Verbraucher vor Irreführung zu bewahren, etwa wenn das Lippenpflegebalsam "mit Vitamin A" verspricht, aber nicht die Spur davon enthält.

Zu guter letzt: Mit der Probe der Butter aus dem italienischen Restaurant war laut Untersuchung "alles in Butter".



Der Arbeitstag im Überblick:

Einleitung | Teil 1: Vor dem Start: der Blick in den Computer / Routinekontrollen nach festem Plan | Teil 2: Kontrolle eines Supermarktes | Teil 3: Beratungsgespräch vor Geschäftseröffnung | Teil 4: Besuch eines Marktes | Teil 5: Probennahme in einem Restaurant | Teil 6: Hochmoderne Analysemethoden


Kleines Themenbild zu: Mit Lebensmittelkontrolleuren auf Tour

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20. Nov. 2008 | 11:47 Uhr

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