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Burkina Faso - Armut und Dürre prägen das Land

Die Dorfgemeinschaften nahe der Stadt Kongoussi in Burkina Faso gehören zu den 15 Dörfern oder Regionen weltweit, die von der Welthungerhilfe als so genannte "Millenniumsdörfer" ausgewählt wurden. Burkina Faso, eines der ärmsten Länder der Welt und im afrikanischen Sahelgürtel gelegen, wird immer wieder von lang anhaltenden Dürren heimgesucht. Der größte Teil der Bevölkerung lebt als Selbstversorger von der Landwirtschaft.

Kinder in der Schule von Kongoussi, Burkina Faso
Eine Grundausbildung für alle Kinder in Kongoussi ist eines der Ziele des Partnerjahres.

Über die Hälfte der Menschen müssen mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen. Gerade in den letzten Jahren zeichnete sich in Burkina Faso eine zunehmende Schere zwischen Arm und Reich ab. Ursache sind die enormen Einkommensunterschiede zwischen den wenigen Staatsangestellten und der Masse der im ländlichen Sektor Beschäftigten.

Häuser in Kongoussi
Häuser in Kongoussi.

In den Dörfern um die Stadt Kongoussi sind die Lebensbedingungen der Menschen denkbar hart. Anzeichen von Mangelernährung und eine hohe Kindersterblichkeit zählen zu den sichtbaren Folgen. So stirbt eines von zehn Kindern in den ersten Wochen nach der Geburt. Vielfach fehlt der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Einschulungsrate beträgt lediglich 42 Prozent. Ziele der Welthungerhilfe sind dort unter anderem, den Anteil der Hungernden und Armen zu halbieren, allen Kindern eine Grundschulbildung zu ermöglichen und die Kindersterblichkeit zu senken.

Mit dem Bau von Brunnen, der Anlage von Gemüsegärten und der Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge soll die Lebensgrundlage der Menschen in den drei Dörfern bald sicherer werden. Hilfe zur Selbsthilfe ist dort wie in allen anderen von der Welthungerhilfe unterstützten Projekten das zentrale Prinzip. So entscheidet die Dorfgemeinschaft selbst, welche Ziele verfolgt werden sollen, um die Probleme in ihrem Dorf zu lösen.

Die Bevölkerung ist nicht nur an der Entscheidung beteiligt, was dafür notwendig ist, sondern sie engagiert sich aktiv bei der Umsetzung geeigneter Maßnahmen. Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, können positive Veränderungen langfristig greifen. Enge Abstimmungen zwischen Mitarbeitern der Welthungerhilfe, Zood Nooma (was so viel heißt wie "Freundschaft ist gut für die Entwicklung") als lokaler Partnerorganisation, den lokalen Behörden sowie den Menschen im Dorf sind deshalb unbedingt notwendig und finden regelmäßig statt.

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9. Januar 2009 | 01:24 Uhr

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