Welthungerhilfe - Düsseldorf reicht die Hand
Ein Jahr lang sammelt die Landeshauptstadt Spenden für ein Hilfsprojekt in Burkina Faso/Jeder kann mitmachen
Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist in diesem Jahr Partner der Welthungerhilfe. Ziele sind zum einen, möglichst viele Spenden für das von regelmäßigen Dürrekatastrophen heimgesuchte Kongoussi im afrikanischen Burkina Faso zu sammeln, und zum anderen, das öffentliche Bewusstsein für die Menschen und die Probleme in Entwicklungsländern zu fördern. Alle Vereine, Institutionen und Gruppen in Düsseldorf sind aufgefordert, die Welthungerhilfe dabei zu unterstützen. Aber auch jeder einzelne kann seinen Beitrag leisten.

Bürgermeister Dirk Elbers startet die Plakatkampagne für die Welthungerhilfe. Das Rad schlagende Kinderpaar, das auch den Flyer zum Partnerschaftprojekt ziert, wird bis zum Jahresende um die Unterstützung für Kongoussi werben.
Höhepunkt des Partnerschaftsjahres ist vom 10. bis 22. Oktober die Woche der Welthungerhilfe, die mit vielfältigen Aktionen auf die Situation der Dorfgemeinschaften rund um die Stadt Kongoussi und die Arbeit der Welthungerhilfe aufmerksam machen wird. Ingeborg Schäuble, Vorsitzende der Welthungerhilfe, eröffnete die Woche gemeinsam mit Oberbürgermeister Dirk Elbers im Rahmen eines festlichen Abends in der Rheinterrasse. Die Artistik- und Clownsgruppe Adesa gab mit afrikanischen Trommeln, atemberaubender Jonglage und faszinierenden Tänzen einen Einblick in die Kultur des schwarzen Kontinents.
Aber natürlich freut sich die Welthungerhilfe über jede Spende - und ist der Betrag auch noch so klein. Alle Schulen, vereine, Firmen und Institutionen sind aufgefordert, sich aktiv für die Partnerschaft zu engagieren. "Wenn Sie in ihrem Verein oder Bekanntenkreis Feste oder andere Aktivitäten planen, stellen Sie diese doch unter das Motto der Partnerschaft 'Welthungerhilfe - Düsseldorf reicht die Hand'", bittet die städtische Koordinatorin, Helma Wassenhoven.

Ingeborg Schäuble, die Vorstandsvorsitzende der Welthungerhilfe, und Oscar Sawadogo, Leiter der Welthungerhilfe-Organisation Zood Noma, kamen zur Eröffnung der "Woche der Welthungerhilfe" in die Rheinterrasse und erlebten dort mit rund 300 Ehrenamtlern die atemberaubenden Tänze der Artistik- und Clownsgruppe Adesa.
Zahlreiche Institutionen und Vereine sind bereits für die Welthungerhilfe aktiv geworden. So fand am 18. September zum Beispiel eine exklusive Benefiz-Gala mit prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft statt, um auf die Arbeit der Welthungerhilfe und das Partnerjahr aufmerksam zu machen. Im Rahmen der Gala gab es eine große Modenschau vor Kulisse der historischen Turbinenhalle der Stadtwerke in Flingern zum Start der 3. Runde des internationalen Modewettbewerbs "Weltgewänder 2008/2009". Gezeigt wurde eine Auswahl der farbenfrohen und extravaganten Entwürfe der vergangenen zwei Runden.

Modenschau in der Turbinenhalle der Stadtwerke zur Eröffnung der 3. Runde des Internationalen Modewettbewerbs "WeltGewänder 2008/2009".
Viele Vereine haben darüber hinaus bei ihren Festen gesammelt, Sportaktionen auf die Beine gestellt oder einfach für das Partnerprojekt in Burkina Faso gespendet, um den Dörfern in der Region Kongoussi Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Dort geht die Arbeit stetig voran. So konnten sich beispielsweise die Bewohner von Tangiéma, einem Dorf im Projektgebiet, über ihre ersten Gemüsegärten freuen. Damit einhergehend wurden die Kleinbauern in optimierten Anbaumethoden und Bewässerung ausgebildet. "Das eigene Gemüse verbessert die Ernährungssituation der Menschen vor allem in der Trockenheit erheblich. Überschüsse können außerdem gelagert und verkauft werden; so tragen die Gemüsegärten entscheidend dazu bei, dass die Dorfbewohner in Zukunft von ihren Erzeugnissen leben können", berichtet Ulrich Schmid, zuständiger Projektkoordinator der Welthungerhilfe.
Rheinbahn wirbt mit "Kongoussi-Express
Auch die Rheinbahn hat sich die Partnerschaft der Stadt Düsseldorf mit der Welthungerhilfe auf die Fahne geschrieben: Rechtzeitig zur Woche der Welthungerhilfe vom 10. bis zum 22. Oktober geht der "Kongoussi-Express" an den Start und wirbt für die Partnerschaft Düsseldorfs mit der Welthungerhilfe. Rolf-Jürgen Bräer, Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinbahn und Ingeborg Schäuble, Vorsitzende der Welthungerhilfe, gaben, gemeinsam mit Sozialdezernent Burkhard Hintzsche, am 2. Oktober den Startschuss für die auffällig gestaltete Bahn. Designprofessor Wilfried Korfmacher gestaltete im Auftrag der Verkehrsbetriebe einen Silberpfeil mit exotischen Mustern, die den Masken Burkina Fasos nachempfunden sind.

Mit dieser Bahn wirbt die Rheinbahn für das Partnerjahr mit der Welthungerhilfe.
Burkina Faso ist nicht nur eines der ärmsten Länder der Welt. Das ehemalige Obervolta ist auch bekannt als das Reich der "Fliegenden Masken". Die traditionelle Kunst der hier lebenden Volksstämme liefert beeindruckende Zeugnisse ihrer rituellen Praktiken. Die Gestaltung des Kongoussi-Express orientiert sich an dem charakteristischen Farben- und Formenrepertoire dieser Kultur. Mit seinem magischen Muster wirkt er als exotischer Blickfang und beschwört alle guten Geister, um auf die Partnerschaft Düsseldorfs mit der Welthungerhilfe und dem westafrikanischen Land aufmerksam zu machen.
Die äußere Gestaltung der Straßenbahn setzt sich in ihrem Inneren fort. Anhand zahlreicher aktueller Fotos können sich die Fahrgäste ein Bild über das Alltagsleben in der Sahelzone machen und über die Millenniumsziele der Vereinten Nationen informieren. Zwei Bildfriese an der Decke liefern fotografische Impressionen vom täglichen Leben am Rande der Sahelzone. Schautafeln stellen die Projekte dar, die zu einer positiven Entwicklung der Verhältnisse führen. Und konkrete Beispiele werben um Spenden, mit denen Düsseldorf zu einer besseren Zukunft für die Menschen in Kongoussi beitragen kann.
Veranstaltungsprogramm
Das Klassik-Duo Marshall und Alexander hat sich ebenfalls dem Kampf gegen den Hunger verschrieben. Die beiden Sänger geben am 14. November im Robert-Schumann-Saal ein großes Benefizkonzert. Auf Einladung des Kulturamtes kam Anfang Juli der Künstler Mahamoudou Zinkone für zu einem zweimonatigen Gastbesuch nach Düsseldorf.
Das untere Rheinwerft verwandelt sich ab 10. Oktober vier Wochen lang in eine große Freiluftgalerie: 1, 70 Meter hohe und 1,50 Meter breite Fotografien, die an der Kaimauer befestigt sind, 24 Könige und Dorfchefs aus Burkina Faso, die so genannten Naabas, schauen auf die Flaneure. Die schwarz-weißen Portraits sind auf den Reisen des belgischen Fotografen Jean-Dominique Burton entstanden, der die Würde der afrikanischen Stammesältesten eindrucksvoll im Bild festgehalten hat.

Eröffneten die Open Air-Ausstellung am Unteren Rheinwerft: Oberbürgermeister Dirk Elbers, Ingeborg Schäuble, Vorsitzende der Welthungerhilfe, und Ehrengast Osccar Sawadogo, Leiter der Welthungerhilfe-Organisation Zood Norna in Burkina Faso (von rechts).
Vereine, Organisationen, Institutionen, Schulklassen oder Einzelpersonen, die die Partnerschaft mit der Welthungerhilfe unterstützen möchten, können sich an die Projektkoordinatorin Helma Wassenhoven, Telefon 89-95175, E-Mail Helma.Wassenhoven@stadt.duesseldorf.de
wenden. Bei ihr kann auch ein Flyer (PDF mit 0,4 MB)angefordert werden, der über die Partnerschaft informiert.
- Welthungerhilfe - Düsseldorf reicht die Hand: Das Programm
- Burkina Faso - Armut und Dürre prägen das Land
- Düsseldorf - Partnerstadt der Welthungerhilfe
- Homepage der Deutschen Welthungerhilfe

Flyer "Welthungerhilfe - Düsseldorf reicht die Hand"
(PDF mit 0,4 MB)

