Virtueller Spaziergang durch die Landeshauptstadt
Düsseldorf als 3D-Stadtmodell bei Google Earth
Die Landeshauptstadt Düsseldorf gehört zu den Vorreitern bei der Herstellung virtueller 3D-Stadtmodelle und präsentiert nun ein flächendeckendes Modell mit allen Gebäuden der Stadt, das für den Planetenbrowser Google Earth bereit gestellt wird. Düsseldorfs Planungsdezernent Dr. Gregor Bonin erläuterte die Bedeutung dieses Projekts: "Virtuelle 3D-Stadtmodelle ergänzen die klassischen Werkzeuge der Stadtplaner. Bei städtebaulichen Großvorhaben sind sie in der Planungswerkstatt unverzichtbar, vor allem aber bei der Beteiligung der Bürger und der Investorenwerbung. Nur mit virtuellen 3D-Modellen können die abstrakten Vorstellungen der Stadtplaner der interessierten Öffentlichkeit verständlich gemacht werden. Das 3D-Modell von Düsseldorf mit der populären Technik Google Earth zu verbinden, stärkt die Teilhabe der Bürger an den Entscheidungsprozessen in der Stadt."

Da lohnt auch virtuell ein Besuch: 3D-Ansicht des Altstadtufers mit St. Lambertus und dem Schlossturm.
Das Düsseldorfer 3D-Stadtmodell gliedert sich in zwei Qualitätsbereiche: In den Innenstadtgebieten mit reger Planungs- und Bautätigkeit wie Kö-Bogen, Medienhafen, Wehrhahn-Linie konnte der Bereich vom Medienhafen bis zum Ehrenhof und vom Hauptbahnhof bis zum Rheinufer als detailliertes Modell mit allen Dächern sowie mit Bildern der straßenseitigen Hausfassaden aufgebaut werden. In den anderen Stadtteilen werden die vorhandenen Gebäude durch stark vereinfachte "Klötzchen" repräsentiert. Für die Zukunft ist die Modellierung der Stadteilzentren und der Gebiete mit verstärkter städtebaulicher Planungstätigkeit vorgesehen.

Alte Staatskanzlei
Um das 3D-Modell auf dem Bildschirm zu betrachten, muss einfach die entsprechende kml-Datei von www.duesseldorf.de heruntergeladen werden. Wenn Google Earth auf dem Rechner installiert ist, öffnet sich das Programm und zoomt aus der Weltraumperspektive auf das Luftbild von Düsseldorf. Nach einer kurzen Ladezeit wird der Blick auf einen Ausschnitt des Düsseldorfer Stadtmodells sichtbar. Danach spaziert man mit der Maus durch das virtuelle Düsseldorf. Damit der "Spaziergang" flott voran geht, wird immer nur ein kleiner Teil des Stadtgebiets zur Betrachtung freigegeben.
Das 3D-Projekt wurde in einer Kooperation realisiert. Die Software zur Herstellung des 3D-Stadtmodells und zur Ableitung der 3D-Daten in das Datenformat der Firma Google Inc. stammt von der Firma CPA Systems GmbH, St. Augustin. Für die Herstellung des Modells war das Vermessungs- und Katasteramt der Landeshauptstadt Düsseldorf zuständig. Die Integration der Daten in die städtische Systemumgebung hat das Hauptamt - Amt für Personal, Organisation und IT - übernommen.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird auch in Zukunft das 3D-Modell weiter ausbauen. Deshalb lohnt es sich, immer wieder mal einen Blick auf die städtische Website www.duesseldorf.de zu werfen.
Nutzerhinweise:
Das 3D-Stadtmodell benötigt wegen der großen Datenmenge einen leistungsfähigen Rechner mit mindestens 128 MB Grafikkartenspeicher, 2 GB-Hauptspeicher und 1,5 Mhz Taktfrequenz. Als Internetverbindung wird mindestens eine 2MB DSL-Leitung empfohlen. Wenn Google Earth noch nicht auf dem PC installiert ist, kann es unter der Web-Adresse earth.google.com herunter geladen werden. Benötigt wird mindestens die Version 4.0.
Vor der ersten Betrachtung der Modelldaten sollten in dem Programm GoogleEarth einige Voreinstellungen vorgenommen werden:
- In der Primären Datenbank bei Google Earth muss die Funktion Gelände aktiviert sein.
- Die Funktion 3D-Gebäude sollte deaktiviert sein.
Laden des Stadtmodells

Gelände aktiviert, 3D-Gebäude deaktiviert.
Mit einem Klick auf diesen Unterordner wird Düsseldorf angeflogen und auf dem Bildschirm erscheinen drei Blickpunkte. Nun haben Sie die Möglichkeit, entweder einen dieser Blickpunkte anzuklicken oder einen Eintrag im Unterordner Düsseldorf3D auszuwählen. Nach einer kurzen Ladezeit gibt Google Earth den Blick auf einen Ausschnitt des Düsseldorfer Stadtmodells frei und Sie können durch das virtuelle Düsseldorf spazieren.
(1. Juli 2008)

