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Oberbilk: Neubau für Amts- und Landgericht an Werdener Straße

60 Millionen Euro teurer Neubau ist im Dezember 2009 fertig

Für den Neubau des Land- und Amtsgerichts Düsseldorf ist am Montag, 22. Oktober, an der Werdener Straße in Oberbilk der Grundstein gelegt worden. Der Neubau ist der Startschuss für eine Aufwertung des Viertels in Oberbilk. Die Zeremonie erfolgte in Anwesenheit von Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter, Oberlandesgerichtspräsidentin Anne-José Paulsen und Oberbürgermeister Joachim Erwin. Der 60 Millionen Euro teure Neubau soll im Dezember 2009 fertig gestellt sein. Er verfügt in sechs Geschossen über eine Nutzfläche von fast 24.000 Quadratmetern.

Grundsteinlegung Amts- und Landgericht
Grundsteinlegung durch Gerichtspräsidentin Anne-José Paulsen, Ferdinand Tiggemann, Hans-Gerd Böhme (beide Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW), Oberbürgermeister Joachim Erwin und Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter.

Die Baugrube für den Neubau des Land- und Amtsgerichts ist bereits ausgehoben. Auf der Baustelle zwischen Mindener, Werdener und Fichtenstraße rammt der Großbohrer in diesen Wochen die Löcher für die Pfahlgründungen in den Boden. Zur Werdener Straße hin werden Betonpfähle gesetzt, die weiteren Seitenwände der Baugrube werden mit Stahlträgern gesichert.

Der Baukörper mit den Abmessungen 52 x 172 Metern und einer Gebäudehöhe von 24,80 Meter wird sich entlang der Werdener Straße erstrecken. Der Entwurf der Architekten agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren erinnert von oben an einen abstrahierten Paragraphen. Der 2006 preisgekrönte Entwurf zeichnet sich durch Transparenz, Offenheit und Helligkeit aus. Das Gebäude fügt sich angemessen in die vorhandene Bebauung ein und wird das umgebende Areal gestalterisch und inhaltlich aufwerten.

Baugrube Neubau Amtsgericht
Baugrube an der Werdener Straße.

Vom Vorplatz an der Werdener Straße aus erreichen die Besucher die repräsentative, mehrere Geschosse hohe Eingangshalle. Die zentralen Sicherheitsschleusen ermöglichen den schnellen Zutritt und die lückenlose Kontrolle. Blickpunkt der Halle wird die Freitreppe aus Stahl, Glas und Holz sein. Ein Servicepoint ist zentrale Anlaufstelle für Besucher. Die gemeinschaftlich genutzten Bereiche in den ersten drei Geschossen sind übersichtlich zu erreichen. Im Erdgeschoss sowie im 1. und 2. Obergeschoss sind Straf-Zivil- und Schwurgerichtssäle, Bibliothek, Casino und Schulungsräume untergebracht. Die Büroetagen vom 3. bis 5. Obergeschoss können in unterschiedlich große Räume aufgeteilt werden. Behindertengerechte Zugänge und Aufzüge erschließen alle Etagen und die beiden Tiefgaragenebenen mit 567 PKW-Stellplätzen.

Die hohe und mit einem Glasdach versehene Eingangshalle, raumhohe Fensterflächen, zwei Innenhöfe sowie mehrere Lichthöfe verleihen dem Gebäude Offenheit und Transparenz. Eine großzügig gestaltete Cafeteria mit Außenterrasse steht allen Besuchern offen. Die Natursteinfassade wird aus Muschelkalk bestehen, die Wände in den Fluren werden bis 1,20 Meter Höhe mit Feinsteinzeug ausgelegt. Säle, Cafeteria, Konferenz und die Bibliothek mit 70 Leseplätzen erhalten Parkettboden.

Die rund 3.000 Besucher täglich können sich an einem Farbleitsystem orientieren. Hier steht "olive" für das Landgericht und "cotta" für das Amtsgericht. Bei der Innenraumgestaltung wird großer Wert auf hochwertige Materialien und warme Farben gelegt. Die Anbindung an den Öffentlichen Personenverkehr ist optimal. Der nahe gelegene Hauptbahnhof ist mit der U-Bahn schnell zu erreichen.

Neubau Land- und Amtsgericht Düsseldorf
Modellbild des Neubaus Land- und Amtsgericht.

(22. Oktober 2007)


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9. Januar 2009 | 04:18 Uhr

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