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Unterbacher See wird zum Freizeitparadies

Rat stellt drei Millionen Euro in diesem und weitere zwei Millionen Euro im nächsten Jahr für umfassende Sanierung und neue Attraktionen bereit

Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf stimmte in seiner Sitzung am Donnerstag, 18. Oktober, einer Investition von insgesamt fünf Millionen Euro zu, um das in die Jahre gekommene Erholungsgebiet Unterbacher See mit seinen beiden Strandbädern attraktiver zu machen. Für drei Millionen Euro sollen nicht nur das Strandbad Süd sowie die angrenzenden Freiflächen und das bisherige Surfzentrum aufgewertet, sondern auch neue Attraktionen und Erlebnisbereiche geschaffen werden. Der Kämmerer wurde ermächtigt, dieses Geld bereits in diesem Jahr überplanmäßig bereit zu stellen.

Unterbacher See: 5 Millionen Euro werden investiert

Geplant sind beispielsweise ein multifunktional nutzbares Amphitheater, ein neues Strandcafé sowie eine Flachwasserzone für Kinder. Im nächsten Jahr können dann auch verschiedene andere Projekte auf der Nordseite in Angriff genommen werden. Allerdings soll dafür erst eine konkrete Planung erarbeitet werden, die auch mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutiert ist. Dafür stehen dann weitere zwei Millionen Euro bereit.

Am Strandbad Süd sind umfangreiche Umgestaltungen geplant. So soll das alte Sanitärgebäude abgerissen und durch ein neues ersetzt werden, das an die äußere Grenze des Geländes rückt. Die so freiwerdende Fläche soll zukünftig für Spiel und Sport genutzt werden, beispielsweise mit einer turniertauglichen Beach-Volleyballanlage. Der Sandstrand wird erweitert und erhält eine neue Landzunge, in deren Schutz eine Flachwasserzone für Kinder entsteht. Im Nordwesten des Strandbads Süd kann das zum See hin abfallende Gelände in ein Amphitheater mit 35 Meter Durchmesser umgestaltet werden. Es soll eine holzbeplankte Bühne mit 16 Metern Durchmesser erhalten und die vier "Stufen" könnten auch als Liegeflächen genutzt werden. Neben dem Surfzentrum soll ein neues Strandcafé mit einer schwimmende Terrasse mit Bootsanleger gebaut werden. Das Café kann ganzjährig betrieben werden. Die Wege innerhalb und außerhalb des Strandbads, die heute einen unnötig hohen Versiegelungsgrad aufweisen und teilweise sanierungsbedürftig sind, sollen unter Einbeziehung ökologischer und freiraumgestalterischer Aspekte zurückgebaut und erneuert werden - so können auch neue Grünflächen geschaffen werden.

Hüttendorf am Unterbacher See
Hüttendorf am Unterbacher See.

Rund drei Millionen Euro sind alles in allem für die neuen Attraktionen des Strandbads Süd, wie das neue Strandcafé, die Neugestaltung der Außenbereiche sowie die Sanierung des Surfzentrums vorgesehen. Darin enthalten sind 500.000 Euro für die Erneuerung der vorhandenen Abwasserleitungen, der Toiletten und Duschen sowie der Elektroinstallationen, die nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Erholungsgebiet Unterbacher See muss noch entsprechende Beschlüsse fassen. Die beiden anderen Verbandmitglieder, die Städte Ratingen und Hilden, sollen sich angemessen finanziell beteiligen.

Für den Nordstrand wurden bereits Vorschläge erarbeitet: Dort könnten beispielsweise eine Sauna-Landschaft, ein Themenspielplatz, der die Grundelemente des Sees - Wind, Wasser und Erde - widerspiegelt und zur naturkundlicher Erkundung einlädt, und eine neue Promenade entstehen. Außerdem wird vorgeschlagen, die Wege um den See auszubauen und auf bestimmten Strecken mit Solarleuchten zu versehen, so dass sie ganzjährig und auch in den Abendstunden von Joggern und Radfahrern genutzt werden können. Neue Bänke und Wetterhäuschen sollen rund um den See aufgestellt werden. Die vorhandene Promenade könnte erweitert und ausgebaut werden und Sitzflächen am Wasser erhalten. Hinter dem Schul-Ruderstützpunkt könnte eine Seebrücke zu einer Aussichtsplattform führen. Der kaum noch zu bespielende Minigolfplatz könnte durch eine neue Anlage vor dem Strandbad Nord ersetzt werden.

Unterbacher See, Luftaufnahme
Luftaufnahme des Unterbacher Sees.

Denkbar wäre auch ein Fahrgastboot anzuschaffen, dass regelmäßig zwischen Nord- und Südstrand pendelt und so die Gäste auf kürzestem Weg zum gegenüberliegenden Strand und zu den unterschiedlichen Angeboten bringt. Der Spielplatz am Strandbad Süd könnte erweitert und mit zusätzlichen Spielgeräten ausgestattet werden und würde den bereits privat betriebenen Hochseilgarten in unmittelbarer Nachbarschaft ergänzen. Angrenzend an die Campingplätze Nord und Süd könnten Hüttendörfer mit "Nur-Dach-Häusern" errichtet werden. Diese einfachen, nur mit vier bis sechs Schlafplätzen und Toilette ausgestatteten Häuschen im Jugendherbergsstandard könnten beispielsweise von Familien und für Jugendcamps genutzt werden. In den beiden Hüttendörfern ist jeweils ein Gemeinschaftshaus als zentraler Anlaufpunkt für alle Mahlzeiten und für gemeinsame Freizeitbeschäftigungen vorgesehen.

Für all diese Vorschläge liegt jedoch noch keine genaue Kostenberechnung vor. Der Rat legte fest, dass dafür maximal zwei Millionen Euro ausgegeben werden dürfen. Die Vorschläge sollen den Bürgerinnen und Bürgern in einer Informationsveranstaltung vorgestellt und mit ihnen diskutiert werden.

(19. Oktober 2007)

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