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Düsseldorf entdecken: Stadtgeschichte - vom Dorf zur Metropole

Stadterhebungsmonument
Stadterhebungs-
monument
 
Stadtansicht von Düsseldorf (Ausschnitt) um 1600
um 1600
 
 
Blick von der Oberkasseler Rheinseite auf Burgplatz und Alten Schlossturm in der Altstadt
Alter Schlossturm
 
 
Jan-Wellem-Denkmal vor dem Düsseldorfer Rathaus
Rathaus
 
 
Die Düsseldorfer Kunstakademie
Kunstakademie
 
 
Grafik von Düsseldorfs berühmten Dichter Heinrich Heine
Heinrich Heine
 
 
Blick auf Stadtgraben und Königsallee
Königsallee
 
 
See im Hofgarten (Landskrone)
Hofgarten
 
 
Luftaufnahme Schloss Benrath
Schloss Benrath
 
 
Blick auf das Wilhelm-Marx-Haus
Wilhelm-Marx-Haus
 
 
Außenansicht des Ständehauses, das im Inneren die K 21 - Kunstsammlung NRW - beheimatet
K21 Kunstsammlung

Wo alles begann - das Dorf an der Düssel

Vor der Erhebung zur Stadt im Jahre 1288 befand sich rund um die Kirche Sankt Lambertus nur ein kleines Dorf. Das Stadterhebungs-Monument am Burgplatz illustriert, was der Stadternennung durch den Grafen von Berg vorausging: die Schlacht von Worringen, bei der sich die Düsseldorfer auf die Seite des Grafen schlugen. Wer mehr wissen möchte: Das Stadtarchiv hat eine Stadtgeschichte zusammengestellt.

Heute ein Wahrzeichen - der Alte Schlossturm

1380 erhielten die Grafen von Berg die Herzogswürde und machten Düsseldorf zu ihrer Residenzstadt. Auf dem heutigen Burgplatz entstand die standesgemäße Burg, im 15. Jahrhundert zu einem mächtigen Schloss ausgebaut. Ein Brand im Jahre 1872 zerstörte das Gebäude fast vollständig - nur der alte Flankierturm blieb stehen. Dieses Wahrzeichen der Stadt ziert heute unzählige Postkarten.

Rathaus und Jan Wellem Denkmal

Der älteste Teil des Rathauses stammt aus den Jahren 1570-73. Kurfürst Johann Wilhelm (1658-1716), auch Jan Wellem genannt, steht als Reiterstandbild vor der Kulisse. Dem Kulturmäzen verdankt die Stadt Düsseldorf ihre erste Blütezeit: Mit der Schaffung von Oper und Gemäldegalerie begründete er ihren Ruf als Kunststadt. 1711 schuf der Hofbildhauer Gabriel Grupello dem Kurfürsten dieses Denkmal.

Akademie der Schönen Künste

Die Kunstakademie wurde 1875-1879 im Stil der italienischen Renaissance erbaut, doch gehen ihre Ursprünge bis ins Jahr 1773 zurück. Kurfürst Karl Theodor gründete die Zeichenschule und spätere Königliche Kunstakademie der Rheinprovinzen Preußens. Seit dem 19. Jahrhundert sorgte die Hochschule für Ruhm weit über die Grenzen der Stadt hinaus.

Glockenspiel und Heinrich Heine

In der Schneider-Wibbel-Gasse in der Altstadt erinnert ein Glockenspiel an die komische Romanfigur Schneider Wibbel des Heimatdichters Hans Müller-Schlösser aus dem Jahre 1913. Gleich nebenan auf der Bolkerstraße steht das Geburtshaus von Heinrich Heine (www.heinehaus.de), in dem sich heute ein Literaturzentrum befindet. Der Dicher hat in Düsseldorf viele Spuren hinterlassen.

Die Königsallee - ein kaiserliches Projekt

Für den Prachtboulevard ist einer von auswärts verantwortlich: Napoleon beauftragte 1811 den Architekten Adolph von Vagedes mit dem Bau der heutigen Königsallee. Den Namen Königsallee erhielt die ehemalige Kastanienallee aber erst später, um den Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV milde zu stimmen. Dieser wurde im Revolutionsjahr 1848 von den Düsseldorfer Bürgern mit Protesten und Pferdeäpfeln empfangen.

Öffentlicher Park und Leibesübungen

Der Hofgarten gilt als die erste öffentliche Parkanlage Deutschlands und wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Nicolas de Pigage, dem Erbauer des Benrather Schlosses, angelegt. Kurfürst Carl Theodor (1724-1799) war der Auftraggeber.
Nicht weit vom Hofgarten befindet sich der Ehrenhof aus den Jahren 1925-26. Anlass für den Bau des Architekten Wilhelm Kreis war die Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen, kurz Gesolei. Heute ist der Ehrenhof ein Kulturzentrum mit Museen, einem Veranstaltungssaal und der Tonhalle.

Die Stadt wächst

Als Düsseldorf Anfang des 19. Jahrhunderts zur Großstadt heranwuchs, entstand das Banken- und Kaufhausviertel neben der Königsallee. Hier fällt den meisten Besuchern das Wilhelm-Marx-Haus aus dem Jahre 1924 ins Auge. Das Gebäude ist eines der ältesten Bürohäuser Deutschlands.
Seit 1946 ist Düsseldorf die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen. Bevor der Landtag neben den Rheinturm zog, tagte er im Ständehaus. Das Gebäude wurde für die Ständevertretung der preußisch-rheinischen Provinz im Jahre 1880 gebaut. Heute befindet sich im Ständehaus das K21, ein Museum für moderne Kunst.



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Es war einmal vor 700 Jahren ein kleines, unbekanntes Dorf an der Düssel-Mündung... Wer mit geschichtlichen Interesse ausgerüstet durch die Stadt zieht, kann einiges entdecken. Historische Bauten zeugen von der wechselvollen Entstehungsgeschichte der heutigen Landeshauptstadt und Rheinmetropole.

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21. Nov. 2008 | 04:47 Uhr

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