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Schonende Schleichfahrt durch den Untergrund

Wehrhahn-Linie
Bauverfahren: Der Schildbohrer

Tunnelbau mit Schildvortrieb gehört zu den modernsten und erprobtesten Verfahren unserer Zeit. Die Bauweise ist besonders schonend für Anwohner und Umwelt. Erstmals im Jahr 1869 beim Bau der Londoner U-Bahn eingesetzt geht die Technik auf den Franzosen Marc Isambard Brunel zurück. Inspiriert vom Schiffsbohrwurm entwickelte er die heute auf der ganzen Welt im Tunnelbau etablierte Bohrweise.

Ein Bohrer für alle Fälle

Der Schildbohrer
Das Hydroschild des Bohrers hat einen Durchmesser von stattlichen 9,5 Metern

Die Trasse der neuen Wehrhahn-Linie verläuft durch unterschiedliche Schichten. Dies stellt an die eingesetzte Technik hohe Anforderungen: Ob Schotter, Kies oder Felsen - der Bohrer darf vor nichts haltmachen. Aus diesem Grund setzen die Bauexperten in Düsseldorf einen maßgefertigten Bohrkopf ein, der sich problemlos durch unterschiedliche Bodenschichten hindurcharbeiten kann.

An der Spitze der über 50 Meter langen Maschine befindet sich das mehr als neun Meter große Schneidrad, der sogenannte Schild. Daher stammt auch der Name der "Schildbohrtechnik". Hinter dem Schneidrad folgt der Steuerstand mit dem Nachläuferbereich: Hier sind Versorgungsleitungen für die Maschine, Einrichtungen für den Abraum und Hydraulikmotoren untergebracht.

Zentimetergenaue Präzisionsarbeit

Während sich das Schneidrad der Maschine dreht, pressen Hydraulikfüße den Bohrkopf gegen das Gestein. Auf diese Weise arbeitet sich die Maschine Zentimeter für Zentimeter durch den Untergrund. Das dabei abgetragene Material wird über ein Transportsystem automatisch aus dem Bohrbereich entfernt und weggeschafft. Ebenfalls vollautomatisch verläuft die Auskleidung des Tunnels mit ringförmig angeordneten Betonsegmenten, den so genannten "Tübbingen". Jeden Meter setzt ein hydraulischer Arm die Beton-Tübbinge hinter dem Schild an der Tunnelwand zu einem geschlossenen Ring zusammen, durch den später die Gleise verlegt werden.

Während ihrer Fahrt durch den Untergrund wird die Tunnelbohrmaschine gewaltige Mengen an Gestein und Erde abtragen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 Metern pro Tag wird sich der stahlummantelte Koloss nahezu unbemerkt unter der Rheinmetropole hindurcharbeiten.

Modell des Tunnelbohrers im Besucherzentrum Corneliusplatz
Ein Modell der Schildvortriebsmaschine ist im Besucherzentrum zu sehen.



 

Der Düsseldorfer U-Dax

eCard mit U-Bahn-Motiv

 

Symbolfoto Kontakt / Ansprechpartner

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Info-Hotline: 8 99 99 66


E-Mail: wehrhahn-linie@stadt. duesseldorf.de

 


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8. Januar 2009 | 15:21 Uhr

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