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Deckelbauweise lässt U-Bahnhöfe unsichtbar entstehen

Wehrhahn-Linie
Bauverfahren: Die Deckelbauweise

Damit nicht nur beim Bau des Tunnels alles reibungslos läuft, sondern auch beim Bau der U-Bahnhöfe, hat sich die Stadt Düsseldorf für die oft bewährte Deckelbauweise entschieden. Die Besonderheit: Fahrbahnen und Gehwege bleiben dabei weitgehend erhalten. Somit reduziert sich die Beeinträchtigung für Fußgänger, Radfahrer, Autos und Straßenbahnen auf ein Mindestmaß.

Stabile Schlitzwände mit Schutzfunktion

Bauverfahren: Die Deckelbauweise

Schritt für Schritt zum Deckel

  1. Zu Beginn der Bauarbeiten öffnen Bagger eine Straßenseite. Schlitzwände und Hilfsstützen werden im Boden versenkt.
  2. Dann wird die Straße weiter geöffnet und die Grube entsteht. Anschließend kommt der Deckel über das Loch. Der Verkehr fließt unterdessen auf der anderen Straßenseite an der Baustelle vorbei.
  3. Sind die Arbeiten auf der einen Fahrbahnseite abgeschlossen, wiederholt sich die Prozedur auf der anderen Straßenseite. Der Verkehr kann aber jetzt bereits über den ersten Teil des "Düsseldorfer Deckels" rollen.
  4. Erst nachdem der komplette Deckel fertiggestellt ist, gehen die Arbeiten im Untergrund weiter. Der Ausbau des neuen Bahnhofs beginnt.

Um die Beeinträchtigungen an der Oberfläche so gering wie möglich zu halten, schachten die Bagger nur auf einer Fahrbahnseite aus. Dies bedeutet: Während beispielsweise die südliche Fahrbahn geöffnet ist, fließt auf der nördlichen der Verkehr an der Baustelle vorbei. Sind Gehwege und Hauseingänge im Bereich der Arbeiten, schließen stabile Hilfsbrücken alle Lücken. Während der ersten oberirdischen Bauschritte an den neuen U-Bahnhöfen werden Schlitzwände an den Rändern der entstehenden Baugrube bis zu 35Meter tief in das Erdreich eingebracht. Entlang dieser sogenannten "Schlitzwände" schachten Bagger und Bauarbeiter die Grube weiter aus. Die Schlitzwände übernehmen dabei eine wichtige Schutzfunktion: Sie verhindern, dass Erde in den unterirdischen Bau nachrutschen kann, und dichten den entstehenden Bahnhof gleichzeitig gegen das Grundwasser ab.

"Düsseldorfer Deckel" freut Anwohner und Verkehrsteilnehmer

An den Bahnhofsbaustellen kommt der sogenannte "Düsseldorfer Deckel" zum Einsatz. Hat die Baugrube auf einer Straßenseite die vorgesehene Tiefe erreicht, wird sie mit einem Deckel verschlossen. Alle Arbeiten gehen dann unter Tage weiter - während auf dem Deckel der Verkehr über die wiederhergestellte Fahrbahn fließt. Der Betondeckel ruht auf Schlitzwänden und Hilfsstützen. Sie tragen das Gewicht der Straße. Doch nicht nur für den Verkehrsfluss ist die Deckelbauweise angenehm, sondern auch für die angrenzenden Wohnungen, Büros und Geschäfte: Von den Bauarbeiten ist dann weder etwas zu sehen noch zu hören.

Der Ausbau der U-Bahnhöfe wird in etwa bis 2014dauern. Ab 2010 beginnt die Tunnelbohrmaschine von Bilk aus mit ihrer Arbeit.



 

Der Düsseldorfer U-Dax

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8. Januar 2009 | 18:11 Uhr

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