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Düsseldorf - die Musterstadt von morgen

Das Zukunftsinstitut von Matthias Horx weist der Landeshauptstadt eine hervorragende Bewertung zu – keine andere deutsche Stadt hat den Sprung zu einer internationalen Dienstleistungs- und Kreativitätsmetropole besser vollzogen – Düsseldorf als Epizentrum der Kreativen.

Das Zukunftsinstitut des bekannten Trend- und Zukunftsforschers Matthias Horx gab im August des Zukunftsbericht „ Zukunft Deutschland 2020“ heraus. Die Bewertung der Region Düsseldorf ist so hervorragend, dass einige Auszüge publiziert werden sollen.

Die Autoren der Zukunftsstudie sind der Ansicht, dass keine andere Stadt den Sprung zu einer internationalen Dienstleistungs- und Kreativitätsmetropole besser vollzogen hat als Düsseldorf. Düsseldorf sei „Lebensqualitätsmetropole, die schon im 21. Jahrhundert angekommen ist“. Strukturwandel ist in Düsseldorf keine abgegriffene Floskel, sondern das Autorenteam um Horx ist der Ansicht: „Wer am lebendigen Objekt nachvollziehen möchte, wie ein gelungener Übergang von der Industriegesellschaft in die creative economy aussehen könnte, der sollte nach Düsseldorf kommen“.

Ihr „Willkommen in der Musterstadt von morgen“ begründen Horx und co. mit den folgenden Daten und Fakten: Das Bruttoinlandsprodukt von Düsseldorf liegt bei 63.679 Euro je Einwohner und sogar bei 80.000 Euro pro Erwerbstätigen, eine Zahl, die Düsseldorf den zweiten Rang einnehmen lässt.

Der Anteil der Beschäftigten an den sogenannten schnell wachsenden Branchen liegt in Düsseldorf mit 20 % außerordentlich hoch (Bundesdurchschnitt 8,4 %). Damit liegt Düsseldorf bundesweit mit Frankfurt an der Spitze in diesen Wachstumsbranchen (Kredit- und Versicherungsgewerbe, Datenverarbeitung, juristische, steuerliche oder technische Beratung).

Mit einem Anteil von 86 % Jobs im Dienstleistungsbereich liegt Düsseldorf bundesweit vorn.

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl weist Düsseldorf mit rund sieben Handelsregister-Neueintragungen pro Tag im dritten Jahr infolge die höchste Quote bundesweit auf.

Begeistertes Zitat aus der Studie: „Dass Düsseldorf ein Epizentrum der Kreativen ist, können sich die Stadtoberen eigentlich schon in das Ortsschild eingravieren lassen“.

14,6 % der in Düsseldorf sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verfügen über einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss. Damit liegt Düsseldorf bundesweit an der Spitze und auch auf Augenhöhe mit so klassischen Akademikerhochburgen wie Freiburg (14,9 %) oder einem High Tech Standort wie Karlsruhe (13,7 %).

In Düsseldorf sind 3,6 % der 18- bis 64-jährigen Düsseldorfer gründungswillig, mit diesem Wert rangiert Düsseldorf knapp hinter München.

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Beschäftigten bei den Firmen der ITK-Branchen (Informations-, Telekommunikations- und Kommunikationstechnik) um 45 % gestiegen. Zusammen mit der Medienbranche (13.500 Beschäftigte) und der Werbung (8.000 Beschäftigte) sind in Düsseldorf insgesamt 45.000 Personen, also fast jeder zehnte in diesen Schlüsselbranchen tätig.

Von Deutschlands top 500 Unternehmen haben 25 ihren Konzernsitz in Düsseldorf, nur in München und Hamburg ist die Konzerndichte noch größer. Insgesamt haben in Düsseldorf 40 börsennotierte Konzerne ihre Unternehmenszentrale.


Hintergrundinformation

Matthias Horx ist Gründer des Zukunftsinstituts. Bekannt wurde er als Autor zahlreicher Studien, Trenddossiers und Bücher zum Thema „Zukunft“ und gilt als Vorreiter in Deutschland zum Thema der Trend- und Zukunftsforschung.

Die in der Studie verwendeten Zahlen und Daten deckten sich oft nicht mit den eigenen Erhebungen des Wirtschaftsförderungsamtes bzw der Stadt – das Problem der „richtigen Zahlengrundlage“ ist von den diversen Rankings hinreichend bekannt.
Trotz der für Düsseldorf eigentlich eher unvorteilhaft ausgewählten Zahlen schließt die Region Düsseldorf in der Zukunftsstudie hervorragend ab.

Hier dennoch einige Beispiele für divergierende Zahlen zwischen Stadt und Zukunftsinstitut: Horx geht von lediglich 130 chinesischen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen aus, Lt. NRW.Invest (2007) gibt es aber 417 chin. Unternehmen in NRW. Davon 2/3 im Rheinland (Köln, DUS), 45 % in Düsseldorf (ca. 200).

Auch bei der Auswertung der Kinderbetreuungsquoten für Kinder unter 6 Jahren hat das Zukunftsinstitut andere Zahlen anhand, als sie von der Stadt verwendet werden. Düsseldorf selber zählt für sich im gerade begonnenen Kindergartenjahr 2007/2008 eine Versorgungsquote von 15 % für Kinder unter 3 Jahren und für die 3- bis 6-jährigen von 100 % (insgesamt 2.100 Plätze für Kinder bis 3 Jahre plus 15.620 Plätze für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren). Das Zukunftsinstitut legt hier eine Versorgungsquote von 47,9 % zugrunde.

Auch die Zahl der Einwohner deckt sich in der Horx-Studie nicht mit denen des vom Amt für Statistik und Wahlen herausgegebenen Zahlenbestandes. Horx arbeitet mit einer Zahl von 577.505 im Jahre 2006, es liegen jedoch schon Zahlen von August 2007 vor, hier betrug die Einwohnerzahl 583.787. Für den 31. Dezember 2006 operiert unser städtisches Statistikamt mit der Zahl von 581.858, eine satte Differenz zu dem, was die Zukunftsforscher ausweisen. Düsseldorf ist die einzige kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf, die einen Bevölkerungszuwachs verzeichnet.

20.11.2008


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8. Januar 2009 | 15:20 Uhr

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